Beginnt Schätzungen mit Bereichen, nicht mit Zahlen. Lasst mehrere Personen unabhängig Spannweiten vorschlagen, bevor die Gruppe spricht. Zeigt historische Verteilungen, um Einstiege zu relativieren. Wechselt bewusst die Perspektive: Was müsste wahr sein, damit die niedrigste Zahl korrekt wäre? Was für die höchste? Dokumentiert Herkunft jedes Ankers. So verliert die erste Zahl ihre magische Klebkraft. Welche Rituale helfen euch, den ersten Eindruck auszubalancieren, ohne Entscheidungsfreude zu lähmen?
Fragt systematisch: Welche Beobachtung würde unsere Annahme zerschießen? Wer profitiert, wenn wir falsch liegen? Sucht Quellen, die eurer Position widersprechen, und bewertet sie mit derselben Strenge wie freundliche Evidenz. Rotierende Advocatus-Diaboli-Rollen verhindern Personalisierung von Kritik. Haltet fest, welche Gegenbeweise ihr geprüft habt und warum sie euch nicht überzeugt haben. So wächst Bescheidenheit, ohne Lähmung. Teilt eure stärkste widerlegte Überzeugung und was ihr daraus gelernt habt.
Trennt vergangene Aufwände von zukünftigen Nutzen. Visualisiert Alternativkosten: Woran arbeiten wir nicht, wenn wir hier weitermachen? Führt Zwischenstopps mit neutralen Prüfkriterien ein. Feiert Abschlüsse ebenso wie Abschiede, damit Exit kulturell möglich bleibt. Erzählt Geschichten, in denen ein mutiger Abbruch Ressourcen für einen späteren Erfolg befreit hat. Welche Investition dürft ihr heute beenden, um morgen Beweglichkeit zu gewinnen, ohne Schuldzuweisungen zu verteilen?





